Pflanzenverwendung

Allium kann Alles! 1. Teil: große "Angeber-Allium"

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Allium sind alle essbar. Seit alters her würde keine Küche der Welt auf Aroma und Heilkraft von Knoblauch, Lauch und Speisezwiebel verzichten, um nur die Bekanntesten zu nennen. Schnittlauch, Schnitt-Knoblauch und Bärlauch stehen ihrer Beliebtheit kaum nach. Letztlich lassen sich sämtliche Arten, zumindest theoretisch, kulinarisch nutzen.

Auch bei den Insekten gehören alle Allium zur allerersten Wahl, ihre Blüten locken Hummeln und Honigbienen in Scharen an. Nur wenige Pflanzengattungen verfügen über eine derartige Vielfalt wie die Laucharten, weltweit fast 700, dazu kommen noch Auslesen und Gartensorten. So ist nicht nur das gesamte Frühjahr blütenmäßig abgedeckt, sondern bis in den Hochsommer hinein findet sich etwas, jede Pflanzung aufwertend. Beinahe jeder Gartenstandort findet die Sorte, die er verdient. Kein Wunder, denn in der Natur besiedeln unglaublich viele regionale Arten und Unterarten meist sommertrockene Standorte, manch ein Allium wartet noch auf seine Entdeckung.

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Neben vielen kleineren Arten, welche die nächste Kolumne bevölkern sollen, hält die Gattung große Zwiebeln bereit, eindrucksvolle "Eyecatcher" für den Vorsommer, ausdrucksstark wie kein anderer Geophyt. Der westasiatische, bis Afghanistan vorkommende Allium macleanii produziert bereits als Wildart jene beliebten violetten Riesen-Kugeln, die aus einer Vielzahl an Einzelblüten bestehen und als kugelige Dolde angeordnet sind. Mindestens so eindrucksvolle Bälle bringt die weiter östlich bis Pakistan und Südrussland beheimatete Art A. giganteum. Kreuzungen, vor allem mit dem tollen Sternkugellauch Allium christophii aus dem Nord-westlichen Iran führten zu solch bombastischen Auslesen wie 'Globemaster', 'Gladiator' oder 'Beau Regard'. Sie wirken als weithin sichtbare Ausrufezeichen in steppenartigen Pflanzungen und sehen noch lange nach der Blüte im abgetrockneten Zustand interessant aus.

Ideal um Bauherren glücklich zu machen, also im Herbst die Zwiebeln legen, schön tief in den Boden. Sie brauchen ausgesprochen kräftige, nahrhafte Böden, um Nährstoffe für das Folgejahr zu sammeln. Bereits während sich die Blüten öffnen, hat das breite kräftige Laub damit begonnen einzuziehen, was störend wirkt, wenn es nicht geschickt kaschiert wird. Das gelingt mit zarten Gräsern wie Nassella tenuissima. Jetzt kann (und sollte) ein trockener Sommer folgen, denn das lieben sie!

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 Till Hofmann
Autor

Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof

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