Pflanzenverwendung - New German Gardening

Grün durch den Winter – Polystichum setiferum

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Gartengestaltung und Grünflächengestaltung
Aufrecht stehen die Wedel von Polystichum setiferum im lichten Schatten einer Birke. Im Vordergrund ist ein Teppich aus Carex `Silver Sceptre´. Foto: Ulrike Battmer

Wenn man an Stauden für schattige Bereiche denkt, dürfen aber die Farne nicht fehlen! Meist sind sie unterrepräsentiert, dabei sind es doch so elegante Strukturpflanzen. Ein feiner, wintergrüner Vertreter für absonnige Lagen ist der Weiche Schildfarn - Polystichum setiferum, mit seinen grünen Wedeln ist er eine Augenweide für die trübe Winterzeit.

Aus dem dicken, verholzenden Wurzelstock entfalten sich im Frühjahr bis zu einem Meter langen Wedel. Locker überhängend bilden sie je nach Sorte einen 60 bis 100 cm hohen Trichter, der einen bis zu 120 cm großen Durchmesser haben kann. Ihre zwei- bis dreiteiligen Wedel haben an ihrer Basis etwa 15 bis 20 cm lange Stiele, sie sind gefurcht und dicht mit hellbraunen Streuschuppen besetzt, die im Blattbereich kleiner werden und in Streuhaaren übergehen. Die mattgrünen Wedel überdauern auch längere Frostperioden gut. Der Winter hinterlässt allerdings auch Spuren, so dass man die geschädigten Wedel im Frühling vor dem Neuaustrieb getrost abschneiden kann.

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Polystichum \'Proliferum Herrenhausen\' strecken ihre breiten Wedel in die Höhe, sie stehen zusammen mit Athyrium \'Metallicum\', Luzula, Heuchera und Hosta. Foto: Ulrike Battmer
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Elegant entfalten die Farne ihre Wedel im Frühjahr. Sie sind mit braunen Streuschuppen besetzt. Foto: Ulrike Battmer

Polystichum setiferum ist ein einheimischer Farn, der bei uns in luftfeuchten Tälern in Süddeutschland vorkommt. Er bevorzugt geschützte Standorte im Habschatten oder Schatten, die auch im Sommer eine gewisse Luftfeuchtigkeit aufweisen. In frischen, humosen und nährstoffreichen Böden mit neutralen bis leicht saurem PH-Wert gedeihen diese langlebigen Farne prächtig.

Der Weiche Schildfarn ist eine sehr variable Art. Im 19. Jahrhundert wurden in England zahlreiche Sorten ausgelesen, von denen heute nur noch wenige im Handel sind. Bei uns werden neben der reinen Art hauptsächlich die relativ leicht zu vermehrenden Brutknospen bildenden Formen der Proliferum-Gruppe (prolifer - brutbildend) angeboten. Sie sind unter dem deutschen Namen Filigranfarn im Handel, am bekanntesten ist wohl Polystichum setiferum 'Proliferum', der Schmale Filigranfarn. Seine schmalen Wedel stehen meist flach gebogen an der Pflanze, so dass sie kaum höher als 40 cm werden.

Der stark wachsende Filigranfarn Proliferum Dahlem´ bildet mächtige Trichterhorste, `Proliferum Herrenhausen´ ist flachwüchsig und hat breite Wedel. Der Flaumferder-Filigranfarn 'Proliferum Plumosum Densum' hat schmale, flach gestellte Wedel, die besonders im unteren Bereich dreifach gefiedert sind. Die Fieder sind horizontal nach vorne abgewinkelt, sie stehen sehr dicht und wirken dadurch flauschig weich.

Diese Solitärpflanzen mit ihren grazilen Wedeln sind eine hübsche Bereicherung für Gärten mit Waldcharakter. Die Farne lassen sich hervorragend mit anderen Schattenstauden kombinieren, im unmittelbaren Umfeld sind flache, bodendeckende Stauden wie zum Beispiel Asarum, Galium oder Stellaria, von Vorteil, so kommen diese filigranen Pflanzen besonders gut zur Geltung. Aber auch Digitalis, Carex, Luzula, Helleborus und Polygonum sind hervorragend geeignete Partner.

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