Zahlungsmoral öffentlicher Auftraggeber verschlechtert

HDB-Hauptgeschäftsführer Michael Knipper appellierte an die öffentlichen Auftraggeber am Bau "ihre starke Marktposition nicht auszunutzen". Foto: HDB

Die Zahlungsmoral der öffentlichen Hand hat sich zwei Jahre nach Inkrafttreten des "Gesetzes zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr" nicht verbessert. Betroffen ist vor allem die Baubranche. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) forderte die Behörden auf, verantwortungsbewusster zu handeln. 36 Prozent der Bauunternehmen gaben in einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform an, dass öffentliche Auftraggeber nicht innerhalb von 30 Tagen, sondern erst später ihre Rechnung begleichen. Das sind genauso viele wie vor dem Inkrafttreten des Gesetzes. Bauunternehmen, die private Auftraggeber haben, stehen deutlich besser da. Lediglich 7 Prozent der befragten Bauunternehmen mussten länger als 30 Tage auf die Bezahlung ihrer Rechnungen warten.

Geht es nicht um das Bauwesen, ist auch die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber anders. Im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt zahlen 75,2 Behörden innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung, 18 Prozent innerhalb von 60 Tagen. Nur 6,9 Prozent der Verwaltungen brauchen länger. HDB-Hauptgeschäftsführer Michael Knipper appellierte an die öffentlichen Auftraggeber am Bau "ihre starke Marktposition nicht auszunutzen". Er forderte sie auf, sich "ihrer besonderen Verantwortung bewusst zu werden und ihre eigenen Gesetze auch selber anzuwenden." cm

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 06/2016 .

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