Berlin

30 Bäume aufs Dach des "Aera"-Gebäudes gepflanzt

Mitte Oktober hat die Dachbepflanzung des neuen Berliner Bürogebäudes "Aera" begonnen. Das auf der Mierendorff-Insel und an der Spree gelegene Haus soll perspektivisch einen 2200 m² großen Dachgarten beherbergen, der auch der Öffentlichkeit zugänglich sein wird (vgl. Neue Landschaft 11/2021, S.14).
Berlin Baumpflanzung
In luftiger Höhe: Aktuell werden 30 Bäume aufs Dach des "Aera"-Gebäudes befördert. Perspektivisch soll hier eine Landschaft mit großer regionaler Pflanzenvielfalt entstehen. Foto: Thomas Rosenthal, Copyright: Bauwens

Bauherr ist das Immobilienunternehmen Bauwens Development. Aktuell werden vom Landschaftsarchitekturbüro capattistaubach 30 bis zu 12 m hohe Bäume aufs "Aera"-Dach gepflanzt.

Jeder einzelne Baum wird von einem mobilen Kran aufs Gebäude gehoben. Daraufhin werden die Gehölze in extra für sie angefertigten "Stahlstühlen" als fest einbetonierte Bauteile mit dem Gebäuderohbau verbunden.

Auch eine Windsimulation bis Windstärke zwölf wurde vorab durchgeführt, und für sechs Gehölze wurde eine zusätzliche dauerhafte Seilanbindung in SW-NW-Ausrichtung vorgesehen. Die Deckentraglasten wurden im Zuge der Planung auf ein Vielfaches der notwendigen Lasten angepasst, um eine dauerhafte Tragfähigkeit zu gewährleisten. Denn um den Wurzelballen jedes Baumes befindet sich eine rund 1,5 m dicke Substratschicht, in der er sich verwurzeln kann.

Für eine natürliche Bewässerung wurden auf der Betondecke des Gebäudes zahlreiche Retentionsboxen eingebracht, um das Regenwasser im Dachgarten zu speichern und nur bei extremen Niederschlägen entsprechend gedrosselt vom Grundstück abzuführen.

Zusätzlich wurde ein automatisches Bewässerungssystem verlegt, um auch in Trockenperioden eine effiziente und wassersparsame Versorgung der Pflanzen zu gewährleisten. Gepflanzt wurden und werden ausschließlich regionale Gewächse, die mit den hiesigen Gegebenheiten gut zurechtkommen, sowie Gräser und Sträucher, die sich gegenseitig befruchten können. Ziel der geplanten Pflanzenvielfalt ist es laut Bauherr Bauwens, zusätzlich rund 5 t CO2 aus der Luft zu filtern.

hb

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