Anpassung an den Klimawandel

BGL fordert mehr finanzielle Mittel für blau-grüne Infrastruktur

Die Bundesregierung stellt 2023 und 2024 im Rahmen der Städtebauförderung erneut 790 Millionen Euro bereit. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) begrüßt die Einigung auf eine mehrjährige Verwaltungsvereinbarung, mahnt aber vor dem Hintergrund des Klimawandels mehr Mittel für kommunale Investitionen in die grün-blaue Infrastruktur an.
Klimaanpassung Klimawandel
BGL-Präsident von Wurmb kritisiert, dass die Mittel für das Grün seit 2017 nicht mehr gestiegen sind. Foto: BGL

Mit dem Förderprogramm will der Bund die Städte und Gemeinden bei ihrer sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und ökologischen Weiterentwicklung unterstützen. Im Zuge der 2020 durchgeführten Neuordnung wurden Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel Fördervoraussetzung.

Wenn Kommunen Bundesmittel für Investitionen nutzen, müssen sie seitdem immer auch Maßnahmen für eine klimagerechte Stadt umsetzen. Die nun von Bundesministerin Klara Geywitz auf den Weg gebrachte Verwaltungsvereinbarung setzt diese Struktur fort. Die Vereinbarung zwischen Bund und Ländern soll erstmals seit rund 30 Jahren für zwei Jahre gelten.

"Es ist gut, dass die Kommunen gerade in diesen Zeiten mehr Planbarkeit für ihre Investitionen erhalten und Maßnahmen zur Klimaanpassung weiterhin Querschnittsaufgaben bleiben", sagte BGL-Präsident Lutze von Wurmb. "Ich bin froh, dass die Ministerin die Bedeutung der Begrünung so deutlich betont hat." Es sei aber zugleich klar, dass Deutschland angesichts des Klimawandels keine Zeit zu verlieren habe.

Der BGL-Präsident: "Wir brauchen die 'Schwammstadt', die gegen Extremwetterereignisse gewappnet ist und – mit gestaltetem Grün – den Menschen ein gesundes und attraktives Lebensumfeld bietet." Deshalb müsse der Bund endlich Zahlen zu den in vergangenen Förderperioden umgesetzten Grünmaßnahmen liefern und künftig einen klaren Schwerpunkt auf die Klimaanpassung legen.

"Außerdem muss für die Zukunft eine deutliche Anhebung des Fördervolumens und eine Vereinfachung der Modalitäten erreicht werden", erklärte von Wurmb: "Seit 2017 sind die Mittel konstant, was in Zeiten hoher Inflation real einen Rückschritt bedeutet."

cm/BGL

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