Das Wetter verregnet der IGA Berlin die Halbzeitbilanz

Wer die IGA besuchte, hatte vor allem an Wochenenden mit nassen Überraschungen zu kämpfen. Viele potenzielle Besucher blieben deshalb daheim. Foto: Hendrik Behnisch/Neue Landschaft

Das kühle und regnerische Wetter im Osten Deutschlands hat der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht. Bis zur Halbzeit im Juli hatten lediglich 750 000 Besucher den Weg zur Leistungsschau der grünen Branche in den Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf gefunden. Ursprünglich habe man zur Halbzeit mit einer Million Besuchern gerechnet, sagte IGA-Geschäftsführerin Katharina Lohmann gegenüber der "Berliner Morgenpost". Nun fehle ein Viertel. "Es wird sicher schwierig werden, am Ende auf zwei Millionen Besucher zu kommen."

Die IGA setzt jetzt ganz auf die Sommerferien. Sie sollen deutlich mehr Besucher bringen. Für Kinder und Jugendliche wird in dieser Zeit ein besonderes Programm angeboten. Außerdem gibt es ein Ferienticket: An Montagen zahlen Erwachsene in Begleitung eines Kindes bis 17 Jahren dafür nur zehn Euro, um auf das Gelände zu gelangen. Die Minderjährigen haben freien Eintritt.

Eine hervorragende Zwischenbilanz kann die IGA bei der Umweltbildung vorlegen. Ein breit gefächertes Themenangebot erreichte in der ersten Halbzeit täglich rund 500 Teilnehmer aus Berlin und Umgebung. Für das zu weiten Teilen ausgebuchte Programm sind inzwischen nur noch wenige Veranstaltungen für Schulklassen, Hort- und Kitagruppen in den Ferien sowie für September und Oktober verfügbar. Schon jetzt steht fest, dass die von den Organisatoren erwarteten 30 000 Kinder und Jugendlichen schließlich mit mehr als 50 000 Teilnehmenden übertroffen werden. Positiv fällt die fortlaufende Besucherbefragung zur Internationalen Gartenausstellung aus. Danach wollen 99 Prozent der Gäste die IGA ihren Freunden und Verwandten weiterempfehlen. Drei Viertel möchten gerne wieder kommen. Als Topattraktionen liegen die Seilbahn und das Aussichtsbauwerk "Wolkenhain" in der Gunst der Gäste weit vorn, gefolgt von den internationalen Gärten.

Mit einem Altersdurchschnitt von 47 Jahren verjüngt die Berliner IGA das Publikum im Vergleich zu bisherigen Gartenschauen deutlich. Ein Drittel der Gäste ist unter 40 Jahre alt. Das Durchschnittsalter bisheriger Gartenschauen lag demgegenüber bei etwa 55 Jahren.

Berlins Tourismusmarketing-Gesellschaft visitBerlin ist schon jetzt mit der IGA zufrieden. "Wir erhalten sehr viel positives Feedback unserer Gäste auf die Internationale Gartenausstellung", lobte Geschäftsführer Burkhard Kieker. "Sie wird als neue Chillout-Zone Berlins wahrgenommen."

cm/IGA Berlin 2017

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 08/2017 .

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