Ausgegraben

Die Bunderepublik Deutschland ...

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... hat erstmals eine „Grüne Bundesanleihe“ ausgegeben. Am Kapitalmarkt wurden insgesamt 6,5 Milliarden Euro aufgenommen, teilte die Finanzagentur des Bundes in Frankfurt mit. Die Nachfrage nach den neuen Wertpapieren sei enorm hoch gewesen und die Emission etwa fünffach überzeichnet.

„Endlich eine gute Nachricht“, dachte ich, „wenn das keine Initiative für mehr Stadtgrün ist.“ Aber es war keine gute Nachricht für das Stadtgrün. Mit dem Geld sollen nämlich Projekte in den Bereichen Verkehr, Internationale Zusammenarbeit, Forschung, Innovation und Information, Energie und Industrie sowie aus der Land- und Forstwirtschaft finanziert werden. Eine lange Liste, doch bis auf die Land- und Forstwirtschaft steht kein Grün auf dem Zettel. Die meisten der Projekte klingen eher grau und trostlos.

Deshalb eine kleine Erinnerung: „Grün in der Stadt ist mehr als eine Farbe. Es lebt. Es ist bunt. Es duftet“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks 2015 zur Vorstellung des Grünbuchs Stadtgrün, „Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, setzen Sie sich auf die Wiese. Vielleicht können Sie einen kleinen Trupp Spatzen beobachten. Vielleicht haben Sie sich mit ein wenig Pech auch auf ein Ameisennest gesetzt.“ Wie vorausschauend. Ich hoffe nun auf viele politisch mobilisierende Ameisenbisse.

Christian Münter

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2020 .

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