Hohe Besucherzahlen in Bad Gandersheim, Balingen, Fulda und Höxter

Landesgartenschauen lockten mehr Menschen als erwartet

Das Gartenschau-Jahr 2023 war ein herausragendes: Neben der Bundesgartenschau (BUGA) in Mannheim haben auch die Landesgartenschauen (LaGas) in Bad Gandersheim, Balingen, Fulda und Höxter starke Besucherzahlen erzielt. Das bayerische Feyung hüllte wie bereits zur Halbzeit den Mantel des Schweigens über seine Besucherzahlen, zur Abschlusspressekonferenz zeigte man sich aber auch dort zufrieden.
LAGA Bad Gandersheim Landesgartenschauen und Grünprojekte
Egal ob Zweibeiner oder Vierbeiner: Die diesjährigen Landesgartenschauen lockten sehr viele Besucher an. Bad Gandersheim und Fulda haben ihre anvisierten Besucherzahlen (annähernd) erreicht, Höxter und Balingen konnten ihre Zielmarken sogar übertreffen. Foto: LaGa Fulda 2023

Höxter und Balingen überragen

Ein überragendes Ergebnis steht bei der LaGa in Höxter zu Buche, wo sich die Kalkulation von 400.000 Besuchern als Understatement erwiesen hat. Stolze 622.000 zahlende Gäste strömten zur nordrhein-westfälischen Gartenschau, die die das Welterbe Corvey mit der Altstadt von Höxter verband. Damit ist Höxter in diesem Jahr die am besten besuchte Landesgartenschau bundesweit. Außerdem gelang es Höxter, so viele Dauerkarten zu verkaufen wie noch nie zuvor eine Gartenschau in NRW. Die Geschäftsführung sei zuversichtlich, dass die LaGa finanziell mindestens mit einer "schwarzen Null" abschließen werde. Beeindruckend fällt auch die Bilanz im baden-württembergischen Balingen aus: Anstatt der erwarteten 300.000 Besucher standen am Ende überragende 500.000 Gäste zu Buche. Die LaGa-Geschäftsführerin Annette Stiehle bezeichnete dies als "supertolles Ergebnis", Oberbürgermeister Dirk Abel nannte es einen "Riesenerfolg". Ihren Anteil daran hatten auch die 20.000 Dauerkarten, die man in Balingen absetzen konnte.

Schwarze Null in Bad Gandersheim

Im niedersächsischen Bad Gandersheim wurde das selbst gesteckte Ziel von 450.000 Besuchen zwar knapp verfehlt (es kamen 425.000 Blumenbegeisterte aufs Gelände), doch auch hier herrschte am Ende Zufriedenheit. Geschäftsführerin Ursula Hobbie betonte, dass es sich bei der LaGa um kein Minusgeschäft für Stadt und Landkreis handele: "Wir haben sparsam gewirtschaftet, sodass wir im Gesamtergebnis annährend die schwarze Null erreichen werden", so Hobbie. Dazu beigetragen hat auch hier ein starker Dauerkartenabsatz: "Aufgrund von Erfahrungswerten hatten wir mit 2 500 verkauften Dauerkarten kalkuliert. Tatsächlich waren es am Ende 11 500, die für rund 25 Prozent aller Besuche stehen. Das zeigt den riesigen Rückhalt in der gesamten Region", sagt die Geschäftsführerin. Der niedersächsische Ministerpräsident und Schirmherr Stephan Weil erinnerte zudem daran, dass Bad Gandersheim die kleinste Stadt, mit der kleinsten Verwaltung ist, die jemals eine Landesgartenschau ausgerichtet habe.

Zufriedenheit auch in der Domstadt

Das ziemlich genaue Gegenteil davon ist die Domstadt Fulda, die nach 1994 bereits zum zweiten Mal eine hessische LaGa ausgerichtet hatte. Hier erstreckte sich die Gartenschau über 42 Hektar. Mit einer Besucherzahl von 575.000 liegt man auch in der Domstadt voll im Soll. Im Vorfeld der LaGa waren 500.000 bis 600.000 Besucher als Zielmarke kommuniziert worden. Finanziell bewegt man sich auch hier im zufriedenstellenden Bereich.

Der Durchführungshaushalt der LaGa Fulda beläuft sich auf rund 15 Millionen Euro, von den knapp sieben Millionen Euro über die Einnahmen der Gartenschau abgedeckt werden sollen. Das gelingt annähernd, wie LaGa-Geschäftsführer Ulrich Schmitt betonte: "Nach derzeitigem Stand können wir Einnahmen in Höhe von 6,5 Millionen Euro verzeichnen." Eine genaue Bilanz ließe sich jedoch erst zum Jahresende ermitteln, so Schmitt.

Die LaGa im bayerischen Freyung gab an "mit rund 2 500 Veranstaltungen, begeisterten Rückmeldungen und der medialen Aufmerksamkeit ein großer Erfolg für die Stadt Freyung sowie die gesamte Region" gewesen zu sein. Das lässt sich weder bestätigen noch widerlegen – weil die Zahlen fehlen, die für eine unabhängige Beurteilung notwendig wären. Die Geschäftsführung der bayerischen LaGa hatte schon frühzeitig beschlossen, weder die Zahlen des Durchführungshaushaltes noch die Besucherzahlen zu veröffentlichen. hb

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