Ausgegraben

Früher konnte man ...

von:

... bei einem niederländischen Lieferanten anrufen und Petunien bestellen, und die Ware war innerhalb von 48 Stunden auf einem Lastwagen bei einem“, klagt James Barnes, Vorsitzender der britischen Horticultural Trades Association. Das habe sich seit dem Brexit vor vier Jahren grundlegend geändert. Für das Mutterland der Gartenkultur ist das eine echte Herausforderung.

Der niederländische Verband der Blumengroßha¨ndler hat bereits vor Störungen im britischen Pflanzenhandel rund um den Valentinstag (14.02.) und den Muttertag (10.03.) in diesem Jahr gewarnt. Letzterer fa¨ llt mit dem Beginn der Pflanzsaison zusammen.

Grund dafür ist die Anzahl bürokratischer Schritte zur Einfuhr von Pflanzen: Seit 2020 ist die Zahl von 19 auf 59 gestiegen.In diesem Monat ist noch die Pflicht zur Vorlage einer Gesundheitsbescheinigung dazugekommen. Ab April wird sie in den Einfuhrhäfen auf den Lkws kontrolliert. Die Niederländer erwarten eine langwierige Prozedur sowie „erhebliche Schäden und Verluste“ an den Zierpflanzen.

Doch die britische Regierung lässt diese Argumente an sich abperlen. Für sie geht es um den „Schutz des Vereinigten Königreichs vor Bedrohungen der Biosicherheit“. Petunien seien wie Chrysanthemen, Nelken und Orchideen ein „mittleres Risiko“.

Das aus einem Land zu hören, das wie kein anderes Pionier der Verschiffung von Pflanzen über die Weltmeere und des Imports in das Heimatland war, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Christian Münter

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 Christian Münter
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