Der Sohn eines afghanischen Gemüsebauern startet in Deutschland durch

Wie Zabihulla Amery Azubibotschafter seines GaLaBau-Betriebs wurde

"Ich möchte gerne anderen Schülern beibringen, dass die Ausbildung zum Landschaftsgärtner cool ist." Bei diesen Worten sieht Zabihulla Amery stolz und glücklich aus. Damit er lernt, seine Begeisterung möglichst authentisch weiterzugeben, hat die John Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ihn und Lina Kundler gerade zum Azubibotschafter weiterbilden lassen. "Die beiden haben wir als Azubibotschafter ausgesucht, um ihnen damit auch unseren Dank auszudrücken. Denn sie brennen für unseren Beruf und die Firma John", erläutert ihr Ausbilder, Sebastian Bergmann.

Hohe Einsatzbereitschaft, schnelle Auffassung

Das Seminar, das der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Bayern organisiert, hat den beiden gezeigt, worauf es bei einer Präsentation ankommt und sie darauf vorbereitet, die Ausbildung im GaLaBau anschaulich vorzustellen. "Die Schulung war eine prima Übung, um vor fremden Leuten zu sprechen", freut sich Amery. Weil es ihm sehr schwer gefallen ist, sich für einen Beruf zu entscheiden, möchte er nun jungen Menschen bei ihrer beruflichen Orientierung helfen. "Ich habe über 20 Praktika gemacht, bevor ich meinen Traumberuf gefunden habe. Mein Vater war Gemüsebauer in Afghanistan. Aber ich war erst 14, als ich geflohen bin und wusste nicht, welcher Beruf zu mir passt." Auf den Garten- und Landschaftsbau ist er gekommen, als er die John GmbH auf einer Berufsbildungsmesse getroffen hat. "Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich selbst einer der Besucher war und nicht wusste, wie es weitergehen wird. Jetzt bin ich im zweiten Lehrjahr bei der John GmbH und fühle mich sehr wohl."

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Dank ihrer intensiven Nachwuchswerbung gibt es im Schnitt zwischen 20 und 30 Interessenten für jährlich drei bis vier Ausbildungsstellen bei der John GaLaBau. Dass sich das Unternehmen gerade für Zabihulla entschied, hatte zahlreiche Gründe. "Bereits bei seiner ersten Vorstellung und dem anschließenden Praktikum waren sein sehr gutes handwerkliches Geschick, eine hohe Einsatzbereitschaft, schnelle Auffassungsgabe und sein gesteigertes Bemühen zur Eingliederung in die Baustellenkolonne deutlich erkennbar", erinnert sich Bergmann. "Außerdem fällt bei ihm ab dem ersten Augenblick ein ehrliches Interesse an unserem Beruf auf und ein weit ausgebildetes Streben zum Erlernen der deutschen Sprache. Zabihulla ist ein Musterbeispiel für die Integration von Flüchtlingen und vor allem auch für den menschlichen Umgang, Respekt, Wissbegierde und Antrieb", schwärmt Bergmann weiter. "Seine Patin in Bamberg habe ich ebenfalls gleich am Anfang kennengelernt. Zusammen und in enger Abstimmung haben wir Zabihulla frühzeitig als Azubi für uns gewinnen können."

Nun gehört Zabihulla Amery zusammen mit den anderen Azubis der Firma zu deren wichtigsten Werbeträgern.

Der Anfang in der Berufsschule war schwer

"Wir setzen unsere Azubibotschafter schon sehr lange in der Nachwuchswerbung ein. Mindestens vier bis fünf Mal jährlich sind wir auf der Studienmesse, Ausbildungsmessen, in Schulen oder bei Bildungsträgern auf entsprechenden Veranstaltungen. Dazu kommen kurzzeitige Schnuppertage oder -Wochen wie "Girls'Day", "One Day Azubi" oder "Hop on, Hop off", erklärt Bergmann.

Die Ausbildung war zunächst nicht leicht für Amery. "Am Anfang kannte ich noch nicht alle Wörter und bin in der Schule nicht mitgekommen, obwohl ich viel gelernt habe." Doch er hat nicht aufgegeben. Dass er inzwischen gute Noten schreibt, ist nicht zuletzt dem Engagement seiner Firma zu verdanken. "Freitags bekomme ich Nachhilfe im Betrieb. Außerdem unterstützen mich die anderen Azubis und der Ausbilder sehr. Ich habe einen tollen Arbeitgeber und es macht mich glücklich, mich im Freien zu betätigen, mit Pflanzen und Steinen. Das hat mir geholfen durchzuhalten."

Theresia Hirschbeck, Willkommenslotsin

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