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Naturnahes Mercedes-Benz Gelände in Gaggenau ausgezeichnet

Daimler Auszeichnungen Gartengestaltung
Sandflächen, Steinhügel, Totholz und vor der Fensterfront das Wildbienenhotel im "Bergmanngarten". Foto: Daimler AG

Die Daimler AG setzt sich auf ihren Betriebsflächen für den Erhalt biologischer Vielfalt ein. Nachdem der Fahrzeugbauer 2012 bereits Flächen der Mercedes-Benz Werke in Rastatt naturnah umgestaltet hatte, zog 2015 das Werk im baden-württembergischen Gaggenau nach. Das historische Firmengelände des "Bergmanngartens" wurde unter Berücksichtigung bestehender Vegetation neu angelegt und bepflanzt. Heute umfasst es unter anderem Trockenstandorte, Wildblumenwiesen sowie Totholz- und Steinhaufen und ist eine beliebter Nist- und Futterplatz für Fledermäuse, Schmetterlinge und Bienen.

Der Naturschutzbund (NABU) stufte die Grünfläche für die Wildbienen als regional bedeutsam ein. Für ihr Engagement wird die Daimler AG nun durch die UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Firmengelände naturnah umzugestalten, um die biologische Vielfalt zu erhalten, habe nicht nur innovativen Charakter. Das Projekt diene auch anderen Großunternehmen als gutes Beispiel dafür, wie Betriebsflächen genutzt werden können, um gemeinsam mit den Mitarbeitern einen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt zu leisten, so die Jury.

Denn Beschäftigte aller Ebenen sind in das Projekt "Bergmanngarten" eingebunden. Es habe ihr Verständnis zum Thema Artenvielfalt insgesamt sehr positiv beeinflusst, freut sich Ralf Gensicke, der im Mercedes-Benz Werk Gaggenau erster Ansprechpartner für Biodiversität und deren Förderung ist. Bei der Umgestaltung des Gartens legten auch die Führungskräfte des Werkes mit Hand an. Um seine kontinuierliche Pflege kümmert sich heute ein werkseigenes Team von Mitarbeitern.

Die als "Bergmanngarten" bezeichnete, ca. 1900 m² große Fläche im Mercedes-Benz Werk Gaggenau war vor der Umgestaltung eine homogene Rasenfläche, auf der sich im 19. Jahrhundert der Garten des Firmengründers Theodor Bergmann befand. 2014 begannen Planungen, sie naturnah umzugestalten.

Ein Gartenbauunternehmen wurde mit den Erdarbeiten, ersten Pflanzungen und der Anlage von Sitzgelegenheiten für Mitarbeiter beauftragt. Im Sommer 2015 übernahmen dann 20 leitende Führungskräfte im Rahmen eines Strategietages weitere Arbeiten und verwandelten den artenarmen Rasen in eine heterogene Grünfläche.

Insgesamt wurden 150 m² Trockenfläche geschaffen, 1700 m² Wildblumensäume angelegt, 5500 heimische Wildstauden und Sträucher gepflanzt und 17.000 Blumenzwiebeln gesetzt. Dabei griffen die Planer vor allem auf heimische Arten aus dem "111-Artenkorb" des Landes Baden Württemberg zurück. Die Liste umfasst Arten, die besonders auf Hilfe angewiesen sind und sich zum Teil in den "Roten Listen" der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Baden-Württembergs befinden.

UN-Dekade Biologische Vielfalt

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