Sommerfest des FGL Schleswig-Holstein in Ellerhoop

Martensen: Nie zuvor war der GaLaBau systemrelevanter

Beim Sommerfest des Fachverbandes Garten-, Ladschafts- und Sportplatzbau (FGL) Schleswig-Holstein Ende August im Arboretum Ellerhoop sprach FGL-Präsident Mirko Martensen über die zentrale Rolle des Garten- und Landschaftsbaus in der Eindämmung des Klimawandels:
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FGL-Präsident Mirko Martensen begrüßte die Gäste des Sommerfestes im Arboretum Ellerhoop. Dabei sagte er u. a.,dass die GaLaBau-Fachkräfte niemals zuvor systemrelevanter gewesen sei. Foto: Antje Kottich

"Starkregen, Stürme, Hitzewellen – der Klimawandel mit seinen dringenden Herausforderungen ist zu jeder Jahreszeit präsent und erfordert konsequentes Handeln. Wir Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Wir machen das Land sozusagen klimafit", so Martensen bei der Begrüßung der anwesenden Verbands- und Fördermitglieder.

GaLaBau-Betriebe zukunftsfähig aufstellen

Der FGL-Präsident appellierte an die landschaftsgärtnerischen Fachbetriebe, die Aufgaben der Zukunft engagiert anzugehen und die eigenen Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Von der schleswig-holsteinischen Landesregierung forderte er positive, bekräftigende Signale für die regionale Wirtschaft anstelle einer Bürokratie, die jegliche Aufbruchsstimmung im Keim ersticke.

Nie zuvor, betonte Martensen, seien die Fachkräfte im Garten- und Landschaftsbau systemrelevanter, ihre Profession wichtiger gewesen. "Begriffe wie Schwammstadt, Hitzestau, Gründächer und Fassadenbegrünung sind inzwischen in aller Munde – und unser täglich Brot.

Wir gestalten aktiv grünblaue Infrastruktur, grüne Freiflächen sowie begrünte (Solar-)Dächer und Fassaden. Wir kühlen Hitzeinseln, betreiben Regenwassermanagement und lassen die Städte atmen", sagte der Verbandspräsident und stellte gleichzeitig die Attraktivität des Garten- und Landschaftsbaus als Beruf mit Zukunft heraus.

"Wir spüren den Arbeits- und Fachkräftemangel wie jede andere Branche auch. Aber wir haben eine große Chance: In unserem Beruf helfen wir dabei, lebenswerte Lebensräume für kommende Generationen zu gestalten. Wir tun das, was junge Menschen heute mit Recht von uns erwarten.

Wenn wir unsere Betriebe modern aufstellen und uns nicht nur als Klimaretter darstellen, sondern diese Passion leben. Wenn wir Ökologie und Ökonomie verbinden und die Arbeitsbereiche der Zukunft erschließen, begeistern wir junge Menschen und motivieren sie, Landschaftsgärtnerin oder Landschaftsgärtner zu werden!"

Weniger Bürokratie, mehr positive Impulse

Im weiteren Verlauf seiner Begrüßung richtete Martensen deutliche Worte an die schleswig-holsteinische Landesregierung: "Aktuell ist unsere Auftragslage noch gut, aber viele Branchen wie der Hochbau verzeichnen bereits deutliche Einbußen, die mittelfristig auch im Garten- und Landschaftsbau ankommen werden.

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Im Rahmen von zwei Führungen hatten die Verbands- und Fördermitglieder des FGL Schleswig-Holstein Gelegenheit, den 1943 gegründeten Arboretum Baumpark Ellerhoop genau kennenzulernen. Foto: Antje Kottich

In diesen fragilen Zeiten brauchen wir politische Rahmenbedingungen, die positive Signale setzen, hier ansässige Unternehmen unterstützen sowie Ruhe und Zuversicht in den wirtschaftlichen Kreislauf bringen. Stattdessen haben wir es in Schleswig-Holstein mit einer bürokratischen Maschinerie zu tun, die neue Projekte und Investitionen lähmt und blockiert. Das ist absurd, wir verwalten uns zu Tode!"

Das Arboretum in Ellerhoop bildete einen passenden Rahmen für einen angeregten Austausch zwischen den Mitgliedern und Fördermitgliedern des im benachbarten Gartenbauzentrum ansässigen FGL Schleswig-Holstein.

Viele von ihnen schlossen sich einer Führung durch den rund 8 ha großen öffentlich zugänglichen Teil des Baumparks an. "Wir danken dem Förderkreis Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen dafür, dass wir an diesem besonderen Ort zu Gast sein durften, der so viel für den Erhalt der heimischen Gehölze und Arten tut", sagte der FGL-Geschäftsführer Achim Meierewert.

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