Hochwasservorsorge: Raumordnung muss überdacht werden

Bilder wie dieses aus Dresden sollen künftig vermieden werden. Dazu empfiehlt das Bundesverkehrsministerium einschneidende Maßnahmen. Foto: BBSR, Dosch

Die bisherigen raumordnerischen Strategien, Instrumente und Planungsansätze zur Hochwasservorsorge sollten überdacht und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden: Das empfiehlt ein neues Handbuch des Bundesverkehrsministeriums den Akteuren der Landes- und Regionalplanung sowie Fachleuten in der Stadtplanung und der Wasserwirtschaft. Es wurde vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wissenschaftlich begleitet.

Noch nicht realisierte Baugebiete in Überschwemmungsbereichen, vor allem in Abflussrinnen, sollten zurück genommen werden, heißt es in dem Handbuch. Diskussionen hätten gezeigt, dass ein proaktiver Siedlungsrückzug im Kontext des Stadtumbaus grundsätzlich umsetzbar sei. Überschwemmungsbereiche sollten künftig auf der Basis von Jahrhunderthochwassern oder zweihundertjährlichen Hochwassern als Vorranggebiete festgelegt werden. Extremhochwasserbereiche seien zumindest als Vorbehaltsgebiete zu behandeln.

Bei der Festlegung von Flächen zur Rückgewinnung von Retentionsraum müssten auch andere, am Abflussgeschehen beteiligten Auenbereiche einbezogen werden. Für Hochwasserentstehungsgebiete würden raumplanerische Regelungen gebraucht, die sich primär auf den Wasserrückhalt in der Fläche beziehen, sowie Festlegungen, die auch in ihrer sekundären Zielrichtung dem Wasserrückhalt in der Fläche dienten.

Das Bundesministerium rechnet mit einer Verschärfung der Hochwassergefahren im Laufe des Klimawandels. Dabei würden die Winterniederschläge und Starkregenereignisse zunehmen. Im Winter betroffen wären vor allem der Rhein und seine Zuflüsse, die südliche Ems sowie die Donau und ihre nördliche Zuflüsse. Bei weiten Teilen der Ems, der östlichen Weser und der Elbe verschiebe sich das Maximum des Winterhochwassers hin zum Frühjahr und werde häufiger. Unverändert werde lediglich das Sommerhochwasser an der Donau bleiben.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 12/2017 .

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