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EU-Kommissar diskutiert mit BOKU-Studierenden in Wien

EU-Kommission Hochschulen
"Wenn wir jetzt nicht handeln, werden sich eure Kinder und meine Enkelkinder um Wasser und Nahrung streiten", sagte EU-Kommissar Frans Timmermans zu den Studis in Wien. Foto: BOKU-Medienstelle, Christoph Gruber

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Ukrainekrieg drohen in der Europäischen Union die klima- und umweltpolitischen Ziele aufzuweichen. Dass Frans Timmermans, Exekutiv-Vizepräsident für den Europäischen Grünen Deal, bei einem Kurzbesuch in Wien ausgerechnet die BOKU, Österreichs einzige Life-Sciences-Universität besuchte, war daher kein terminlicher Zufall, sondern sein persönlicher Wunsch.

Im großen Hörsaal des Türkenwirt-Gebäudes nahm Timmermanns beherzt an einer Diskussion mit Studierenden teil. Die Uhr tickt für Artenvielfalt und Klimaschutz. Was tut die EU? Wie legt es die EU an, beides - Artenschutz und Klimaschutz - gemeinsam zu denken? Wie ist durch die Wechsel in den EU-Vorsitzen eine Kontinuität gewährleisten? Vieles wird auf EU-Ebene formuliert, wie kann man sich so der Probleme der einzelnen Mitgliedsstaaten annehmen? Spannenden Diskussionsstoff gab es jedenfalls ausreichend.

Der Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission betonte, dass die Menschheit sowohl bei der Artenvielfalt als auch beim Klima in einer Krise stecke, "die wir gemeinsam bewältigen müssen". Die BOKU Wien vermittle wertvolles Know-how für die Lösungsfindung. "Wenn wir jetzt nicht handeln, werden sich eure Kinder und meine Enkelkinder um Wasser und Nahrung streiten, auch in Europa. Aber wir können das noch verhindern", appellierte der ehemalige niederländische Außenminister an die Studierenden. "Die Erde zeigt uns ganz deutlich, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher", ergänzte Timmermans. Es brauche Mut, die Veränderung positiv zu gestalten.

Eine existenzielle Frage sei in diesem Hinblick die Umverteilung knapper Ressourcen. "Das heißt nicht, dass wir schlechter leben müssen. Aber wir müssen unsere Lebensweise ändern." Wohlstand und Wohlbefinden bedeute nicht zwangsläufig "immer noch mehr und noch mehr". Timmermans unterstrich, dass Sozialpolitik auch Klimapolitik sei und Klimapolitik auch Sozialpolitik. "Wenn wir nicht für gerechte Umverteilung sorgen, verlieren wir einen Teil der Gesellschaft. Wenn wir einen Teil der Gesellschaft verlieren, können wir keine Umweltpolitik machen."

Die von Stefanie Nikl (ÖH BOKU) und Prof. Harald Meimberg (Institut für Integrative Naturschutzforschung) moderierte Diskussion spannte thematisch einen Bogen von Finnland (Biomasse) bis nach Afrika (Solarpanele). Zum Abschluss bedankte sich Timmermans bei den Studierenden für ihr verantwortungsvolles Handeln während der Corona-Pandemie. "Eure Solidarität in der COVID-Krise werde ich nie vergessen. Ihr könnt mit meiner Solidarität in der Klimakrise rechnen." BOKU Wien

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