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Niederlande: Arnheim entsiegelt Asphaltstraßen gegen Hitzeinseln

Die niederländische Stadt Arnheim geht neue Wege zur Bewältigung des Klimawandels: Um Hitzeinseln zu vermeiden und Starkregen besser bewältigen zu können, werden unter anderem 10 Prozent der Asphaltdecke innerhalb der nächsten zehn Jahre entfernt. Sie machen Platz für Gräser und andere Pflanzen. Damit entstehen Kühlungseffekte und das Wasser findet bei Regen mit Möglichkeiten zu versickern und nicht das Abwassersystem zu überlasten.

Es wurde sogar das Ziel festgelegt, dass 90 Prozent des Regenwassers vom Boden absorbiert werden soll. Die ausgewählten Straßen, die aufgebrochen werden sollen, sind die schwach frequentierten. Der Bauschutt soll recycelt und womöglich verkauft werden.

Bäume werden entlang eines Straßennetzes gepflanzt, um Schutz vor der Sonne zu bieten, und neue "Abkühlungspunkte" mit Teichen angelegt. Zudem werden überdachte Bereichen an belebten Plätzen und Einkaufszentren geschaffen, um für mehr Verschattung zu sorgen.

Ein großer Teil der Niederlande liegt unterhalb des Meeresspiegels, und alle städtischen Zentren der Region wurden aufgefordert, Klimastresstests durchzuführen, um herauszufinden, wie sie sich bei unregelmäßigere Niederschlagsmustern, Hitzewellen und Perioden mit hohen und niedrigen Flussläufen die Städte anpassen können.

Die Stadträtin von Arnheim, Cathelijne Bouwkamp, kündigte an, dass die Stadt eine Vorreiterrolle spiele werde, indem etwa Zuschüsse für Bewohner erteilt werden, die Möglichkeiten zum Sammeln von Regenwasser vorschlagen oder begrünte Dächer installieren.

Bouwkamp sagte, dass die Stadt mit 150.000 Einwohnern ihre Kohlenstoffemissionen weiter reduzieren werde. "Die Energiewende ist dazu da sicherzustellen, dass die Stadt auch in Zukunft lebenswert bleibt", sagte sie: "Wir müssen uns dem Klimawandel anpassen, der sich jetzt vollzieht. Überschwemmungen, Hitze und Dürre nehmen zu."

Die niederländische Regierung hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen der Niederlande bis 2030 um 49 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken und bis 2050 eine 95-prozentige Reduzierung zu erreichen. mk

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