Pflanzenverwendung – New German Gardening

Der mächtige Rauling – Trachystemon orientalis

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New German Gardening Gartengestaltung
Blüten und Samenansatz. Foto: Ulrike Battmer
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Zum Ende der Blütezeit dominieren die frisch austreibenden, beeindruckenden Blätter. Foto: Ulrike Battmer
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Die mächtigen Blätter des Raulings – Trachystemon orientalis – geben einen eindrucksvollen Kontrast zum Austrieb der Farne. Foto: Ulrike Battmer

Die Heimat dieses mächtigen Borretschgewächses erstreckt sich von der nördlichen Türkei, dem östlichen Bulgarien bis in den westlichen Kaukasus. Hier wächst er in feuchten Buchenwäldern und im schattigen Uferbereich von Fließgewässern.

Seine blau-violetten, Borretsch ähnlichen Blüten erscheinen noch vor dem Blattaustrieb je nach Witterung und Lage von März bis April. Sie sitzen an kräftigen, behaarten Blütenstielen, die sich nach oben hin verästeln und bis zu 40 cm hoch werden können. Noch während der Blütezeit entwickeln sich ihre mächtigen, herzförmigen Blätter. An langen Stielen treiben sie grundständig aus ihren dicken Rhizomen. Sie sind sehr groß und fühlen sich durch ihre starke Behaarung sehr rau und kratzig an. So kommen sie vermutlich auch zu ihren deutschen Namen Rauling.

Trachystemon sind sehr dauerhafte, pflegeleichte Stauden für den Schatten oder Halbschatten. Sie lieben einen nährstoffreichen, humosen Boden. Hier erreicht der Rauling bei ausreichender Feuchtigkeit eine mächtige Gestalt. Haben sie sich erst einmal etabliert, bedecken sie schnell größere Flächen und halten andere Pflanzen fern. Selbst so hartnäckigen Gegenspielern wie dem Giersch weisen sie Grenzen auf.

Trachystemon hat eine weite Standortamplitude, sie können sowohl an feuchten Standorten als auch an trockenen Bereich unter flach wurzelnden Gehölzen ausdauern. Ihr Wachstum passt sich den Gegebenheiten an. Im trockenen Wurzelbereich dauert es zwar länger, um einen dichten Bestand zu bilden und die Blätter werden auch nicht ganz so imposant, aber sie wachsen und können eine Lösung für schwierige Standorte sein. Wenn es ihren einmal zu trocken wird erschlaffen ihre Blätter etwas, sie erholen sich allerdings schnell wieder, sobald sie etwas von ihrem Lebenselixier Wasser bekommen.

Diese beeindruckende Wildstaude findet ihren Einsatz in großen Gärten und Parkanlagen. Sie brauchen Platz, um sich zu entfalten und wirken sehr natürlich in größeren Beständen im Schatten größerer Gehölzbereiche. In Parkanlagen kann man sie flächig mit anderen bodendeckenden Wildstauden wie zum Beispiel Carex morrowii, Luzula sylvatica, oder Matteucia struthiopteris kombinieren.

Noch ein Argument für die Verwendung dieses Kraftprotzes - im Frühling ist er eine frühe Nahrungsquelle für viele Insekten. Hummeln und Bienen tummeln sich zu Hauf an ihren blau-violetten Blüten.

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