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Stephan Lenzen zum neuen BDLA-Präsidenten gewählt

Prof. Stephan Lenzen, Inhaber von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, wurde einstimmig zum neuen BDLA-Präsidenten gewählt. Foto: Peter J. Kierzkowski

Neuer Präsident des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) ist Prof. Stephan Lenzen, Inhaber von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten. Er wurde vom BDLA-Beirat einstimmig gewählt. Der 55-Jährige folgt auf Till Rehwaldt, der dieses Amt acht Jahre ausgeübt hatte. Lenzen war seit acht Jahren Vizepräsident des Verbandes gewesen. Sein Nachfolger wurde Timo Herrmann, Geschäftsführer von bbz landschaftsarchitekten, Berlin.

Der neue BDLA-Präsident betonte vor dem Beirat, der Wunsch nach Wachstum sei obsolet. Es müsse in der Landschaftsarchitektur künftig vorrangig um Minimalismus und Reduktion gehen: "Diese reduzierte Transformation der Umwelt braucht unsere Kreativität, braucht unsere Fantasie, unseren Entwurf." Es gehe darum, perspektivisch zu denken. Das sei Landschaftsarchitekten aus der Pflanzenverwendung bestens vertraut. "Unsere Visionen und Konzepte für Städte, urbane und ländliche Freiräume, grün-blaue Infrastruktur, Mobilitäts-Infrastruktur, Wohn- und Arbeitswelten, für Parks, Gärten und Plätzen entscheiden mit darüber, ob die Menschen es schaffen werden, stärker im Einklang mit der Umwelt zu leben", sagte Lenzen.

Das sei eine Aufgabe, die der Weltklimarat in seinem kürzlich veröffentlichten dritten Teil des Sachstandsberichts der Profession ins Pflichtenheft geschrieben habe. Dazu gehöre der Fingerzeig, dass gerade Städte erhebliche Möglichkeiten zur Emissionsreduzierung böten, beispielsweise durch eine Transformation von Verkehrs- und Lebensräumen, raber auch durch "eine verbesserte Kohlenstoffaufnahme und -speicherung, etwa durch Bäume und begrünte Flächen".

Der neue Vizepräsident Herrmann unterstrich: "Wir verhandeln und bearbeiten Zukunftsthemen: Landschaftsarchitektur als Wandlungsprozess zu mehr Nachhaltigkeit." Die Fragen der Bauwende zu mehr Werthaltigkeit, Ressourcenschonung sowie ökologische Belange müssten im Berufsfeld der Landschaftsarchitekten bei Bau, Betrieb und Rückbau eine stärkere Berücksichtigung finden."

Unter der Leitung Lenzens will das BDLA-Präsidium in den nächsten drei Jahren die bereits unternommenen Anstrengungen zur Gewinnung und Förderung des Berufsnachwuchses forcieren. Klimaanpassung und Landschaftsarchitektur sollen noch mehr in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang gestellt werden. Zudem werde sich der BDLA für einen Paradigmenwechsel in der Planungskultur stark machen: weg von Wachstum und Ressourcenvergeudung hin zu einem "kreativem Unterlassen" und einer ökologischen Wende. cm/BDLA

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 05/2022 .

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