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Breite Front gegen Verdrängung von Gründächern

BGL, BuGG, NABU und 100 prozent erneuerbar stiftung wollen mit der geplanten Photovoltaik-Pflicht für Dächer eine bundesweite Solargründach-Förderung einführen. Foto: Bundesverband GebäudeGrün

Die politische Front gegen eine Verdrängung der Gründächer durch die geplante Solardachpflicht der Bundesregierung wird breiter. Nach dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und dem Bundesverband GebäudeGrün (BuGG) fordern auch der NABU - Naturschutzbund Deutschland und die 100 prozent erneuerbar stiftung mehr für Solargründächer zu tun. In einer gemeinsamen Erklärung plädieren die vier Organisationen dafür, mit der geplanten Photovoltaik-Pflicht für Dächer eine bundesweite Solargründach-Förderung einzuführen.

"Die PV-Pflicht darf nicht zu einer Verdrängung von Dachbegrünungen führen", heißt es in der Erklärung. Solargründächer stellten eine erprobte Mehrfachnutzung dar. Über 100 Städte in Deutschland hätten bereits eigene Förderprogramme für Gründächer aufgelegt. Großstädte wie Hamburg, Freiburg und Hannover förderten sogar gezielt Solargründächer. Die Dachbegrünung dürfe deshalb nicht in Frage gestellt werden.

"Grundsätzlich sprechen zahlreiche Vorteile und Synergieeffekte für einen verstärkten Einsatz von Solargründächern auf geeigneten Flachdächern", so das Papier von BGL BuGG, NABU und 100 prozent erneuerbar stiftung. Dazu zählten der Hitzeschutz, denn Solargründächer heizten sich weniger auf als reine Photovoltaik-Dächer. Durch eine Dämmung des Gebäudes wirkten sie wie eine natürliche Klimaanlage. Die Reparatur- und Sanierungsanfälligkeit sei im Vergleich zu Dächern mit Photovoltaik-Anlagen ohne Begrünung deutlich geringer.

Außerdem speicherten Solargründächer Regenwasser und begrenzten hohe Spitzenabflüsse bei Starkregenereignissen. Nützlich seien sie auch bei der Flächeneinsparung: Denn würden die Einleitbeschränkungen der Kommunen für den Regenwasserabfluss nicht über ein begrüntes Dach eingehalten, müssten auf weiteren Flächen Regenwasserrückhaltebecken oder Zisternen gebaut werden. Nicht zuletzt hätten Dachbegrünungen einen positiven Effekt auf die Biodiversität und würden helfen, den Rückgang der blütenbestäubenden Insekten zu mindern. cm/BGL/BuGG/NABU/ 100 prozent erneuerbar stiftung

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 04/2022 .

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