Pflanzenschutz: BGL-Leitlinie in Aktionsplan aufgenommen

Der BGL empfiehlt, Pflanzenschädlinge nicht chemisch zu bekämpfen, sondern auf Vorbeugemaßnahmen zu setzen. Foto: Sachverständigenbüro Eiko Leitsch

Erfolg für den Bundesverband Garten,- Landschafts- und Sportplatzbau (BGL): Die Leitlinie zum integrierten Pflanzenschutz (IPS), die der Verband 2016 herausgegeben hat, soll in den Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln aufgenommen werden. Dafür hat sich der Wissenschaftliche Beirat des Nationalen Aktionsplans gegenüber der Bundesregierung ausgesprochen.

Nach dem Papier sollen chemische Lösungen nur als äußerstes Mittel angewandt werden. Der BGL setzt auf einen nachhaltigen Pflanzenschutz mit vorbeugenden planungstechnischen sowie pflegerischen Maßnahmen. Der BGL empfiehlt, Bestände zu überwachen und Schaderregerbefall zu ermitteln. Auch sollten beim Pflanzenschutz Schwellenwerte und andere Entscheidungshilfen angewandt und Pflanzenschutzmittel gezielt ausgewählt werden. Das notwendige Maß einzuhalten, sei laut BGL ebenfalls wichtig. Darüber hinaus sei ein aktives Resistenzmanagement wünschenswert. Hilfreich sei außerdem, die Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln aufzuzeichnen und deren Erfolg zu überprüfen.

Ziel der Leitlinie sei es, das Bewusstsein der deutschen Landschaftsgärtner für integrierten Pflanzenschutz zu schärfen, so der BGL. Nur auf diese Weise könne dieses nachhaltige Verfahren in der GaLaBau-Praxis flächendeckend als Standard etabliert werden.

hb

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 01/2018 .

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