Ausbau der grün-blauen Infrastruktur in Deutschlands Städten

Bundestagsabgeordnete suchen Gespräch mit grüner Branche

Um den Ausbau der grün-blauen Infrastruktur in Deutschlands Städten ging es beim "Parlamentarischen Frühstück" der grünen Verbände Ende Mai in Berlin. Eingeladen hatten der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), der Bund deutscher Baumschulen (BdB) und der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla). Es kamen 20 Abgeordnete des Deutschen Bundestages, darunter auch Christian Kühn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesumweltministerium.
Blau Grüne Infrastruktur Politik und Verbände
Im Haus der Parlamentarischen Gesellschaft: 20 Bundestagsabgeordnete kamen zum Gespräch mit den Vertretern der grünen Verbände. Foto: Sandra Wildemann/BGL

Diskussionsschwerpunkte waren das "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" und der Entwurf eines "Klimaanpassungsgesetzes". Das Aktionsprogramm sieht eine bundesweite Förderung von Solargründächern, natürlichen StadtKlimaoasen wie Parks und Waldgärten sowie eine Entsiegelung möglichst vieler Flächen in den Städten vor. Unterstützen will es auch eine Umstellung auf naturnahes Grünflächenmanagement. Das Anpassungsgesetz soll die Grundlage für eine neue, vorsorgende Klimaanpassungsstrategie in Bund, Ländern und Kommunen schaffen.

Staatssekretär Kühn nannte drei Ziele: Die Kohlenstoffspeicherung für den Klimaschutz, den Schutz der biologischen Vielfalt und die Vorsorge für die Folgen der Klimakrise. Sie könnten mit der im Aktionsprogramm vorgesehenen Renaturierung erreicht werden. Mit dem Klimaanpassungsgesetz werde nun endlich ein Rahmen für die Klimaanpassung in Deutschland geschaffen.

BGL-Präsident Lutze von Wurmb lobte, "dass die Notwendigkeit einer gut ausgebauten und gepflegten grünen Infrastruktur in den Köpfen der Abgeordneten angekommen ist". Mit dem "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" sei die Politik auf einem guten Weg. Jetzt müsse es darum gehen, "den Kommunen möglichst bürokratiearme und umfassende Fördermöglichkeiten anzubieten". Dazu gehört auch eine neue umfassende Förderung für Sportstätten.

BdB-Präsident Hajo Hinrichs plädierte für einen Ausbau der Forschungslandschaft im Bereich der nachhaltigen Transformation. Der Bundestag solle endlich den Stiftungslehrstuhl des Bundes zur Gehölzforschung für den urbanen Raum auf den Weg bringen. bdla-Präsident Prof. Stephan Lenzen verwies auf die Kompetenz der Landschaftsarchitekten. "Wir Landschaftsarchitekt:innen wissen im Grundsatz, wie klimaresiliente Freiräume und Landschaften heute entwickelt werden müssen." Die Bundesregierung solle mit dem neuen Klimaanpassungsgesetz und der anstehenden großen BauGB-Reform nun konsequent die Weichen stellen.

cm/BGL

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