Die IPM Essen im Januar 2021 ist abgesagt

Die Coronakrise macht der IPM Essen einen dicken Strich durch die Rechnung. Die Verunsicherung in wichtigen Märkten wie den Benelux-Ländern und Frankreich ist groß. Foto: Alex Muchnick, Messe Essen

Die für den 26. bis 29. Januar 2021 geplante IPM Essen ist abgesagt worden. Vor dem Hintergrund der zunehmend dynamischen Situation und der weltweiten Reiserestriktionen bestehe derzeit nicht die für die seriöse Vorbereitung der internationalen Messeteilnehmer erforderliche Planungssicherheit, heißt es in einer Pressemitteilung der Messe Essen GmbH.

„So sehr sich die grüne Branche die IPM Essen als Kommunikationsplattform gewünscht hat, so groß ist die Verunsicherung angesichts des jüngsten Infektionsgeschehens in wichtigen Märkten wie den Benelux-Ländern oder Frankreich“, schreibt die Messegesellschaft. Die Messe Essen wolle der Branche zum geplanten Messetermin dennoch eine Bühne geben und plane gemeinsam mit ihren Partnerverbänden ein Spitzentreffen zwischen Entscheidern und der Politik. Die nächste IPM Essen werde vom 25. bis 28. Januar 2022 in der Messe Essen stattfinden

Als Leitmesse des Gartenbaus ist die IPM Essen jährlich zu Saisonbeginn das richtungsweisende Schaufenster für Pflanzentrends und Produktneuheiten. Zahlreiche Marktführer hatten bereits ihre Teilnahme an der Fachmesse bestätigt und auch seitens der Besucher war die Nachfrage nach dem Live-Messeerlebnis und dem persönlichen Austausch mit den Geschäftspartnern enorm.

„Die Vorfreude auf die IPM Essen war gerade nach den vergangenen Monaten voller Verzicht bei allen Beteiligten groß, umso schwerer ist uns die Entscheidung für die Absage der Messe gefallen“, erläuterte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. „Es liegt jedoch in unserer Verantwortung, unseren Ausstellern eine seriöse Planung ihrer Messebeteiligung zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund, dass viele unserer Kunden aus dem Ausland kommen und aufgrund der erschwerten Reisebedingungen zunehmend verunsichert sind, ist dies jedoch derzeit nicht möglich. Wir haben uns daher für die Absage entschieden, bevor die heiße Phase der Standplanung anläuft.“

„Die grüne Branche ist sich einig, dass sie die IPM Essen dringend braucht, um Pflanzenneuheiten wieder hautnah erleben zu können. Die besonnene Bewertung der derzeitigen Situation zeigt aber auch, wie unsicher Aussteller und Besucher aufgrund der dynamischen Entwicklung der Coronavirus-Pandemie sind“, ergänzte Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen und Vorsitzende des Fachbeirats. „Die Absage der IPM Essen ist daher sehr schmerzhaft, für die internationale Ausstellerschaft aber ein verantwortungsvolles Signal zum richtigen Zeitpunkt.“

Wenngleich die IPM Essen 2021 nicht in ihrem gewohnten Umfang stattfinden kann, will sich die Messe Essen zum geplanten Messetermin als Treffpunkt der grünen Branche präsentieren. Zum IPM Essen Summit sollen Entscheider und politische Vertreter zusammenkommen, um sich über Zukunftsthemen des Gartenbaus auszutauschen. Zusätzlich zu dem Spitzentreffen plant die Messegesellschaft mit einem digitalen Format Einblick in die aktuelle Entwicklung des deutschen und internationalen Gartenbaumarkts zu geben. cm/IPM Essen

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