Konversion, Ökologie und Hochwasserschutz

Landschaftsarchitektur-Preis an Neue Ufer Überlingen

Die Entscheidung im Wettbewerb um den Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2023 ist gefallen: Der Erste Preis geht an die "Neuen Ufer Überlingen", die Teil der Landesgartenschau Überlingen 2021 waren. Entwurfsverfasser sind relais Landschaftsarchitekten Heck Mommsen aus Berlin. In insgesamt neun Kategorien vergab die zehnköpfige Jury unter der Leitung der Landschaftsarchitektin Prof. Ute Aufmkolk aus Essen Auszeichnungen. Der Preis wird im September mit weiteren Auszeichnungen in Berlin verliehen.
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Erster Preis: "Neue Ufer Überlingen", relais Landschaftsarchitekten Heck Mommsen. Foto: Hanns Joosten

Konversion einer Campingplatzfläche

Die Jury beschreibt den Uferpark am Bodensee und die der Altstadt vorgelagerte, urbane Promenade als Gegenpole, die die Ufersituation auf einer Strecke von 2,5 km neu definiert hätten: "Die Konversion einer ehemals heterogenen Gewerbe- und Campingplatzfläche zu einem strukturreichen Landschaftsraum ist gelungen."

Anstelle der früheren Ufermauer sei eine bewegte Ufertopographie modelliert worden, in der sich steile und flachere Bereiche abwechseln. Das Bepflanzungskonzept ziele auf die Neuentdeckung von Vertrautem. "Ein besonderes Entdeckungsfeld bietet ein Strandrasen mit ehemals verbreiteten Arten der Bodenseevegetation", so die Preisrichter.

Eine Auszeichnung Wohnumfeld geht an eine ökologische Mustersiedlung im Prinz-Eugen-Park in München (liebald + aufermann landschaftsarchitekten). Die unversiegelten Flächen der Gemeinschaftsbereiche wurden in Zusammenarbeit mit den Naturgartenplanern Dr. Reinhard Witt und Katrin Kaltofen als artenreiche Wildstaudenbeete mit solitären Wildgehölzen ausgearbeitet. Auf den Freiflächen und Dächern wurde konsequent mit überwiegend heimischen Wildpflanzen gearbeitet. Insgesamt wurden mehr als 300 verschiedene heimische Stauden- und Gehölzarten eingesetzt. Alle Vegetationsflächen wurden komplett oberbodenfrei hergestellt.

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Auszeichnung Wohnumfeld: Prinz-Eugen-Park in München, liebald + aufermann landschaftsarchitekten. Foto: Katja Aufermann

Hochwasserschutzanlage wird lebenswert

Die Auszeichnung Pflanzenverwendung bekommt die Erweiterung der Parkanlage "Planten un Blomen" am Congress Center Hamburg (POLA Landschaftsarchitekten). Es entstand eine Abfolge heller, einladender Pflanzungen und Plätze samt eines Parkbalkons mit Blick über den neugestalteten Dag-Hammarskjöld-Platz. Er ist, intensiv bepflanzt, zum Vorzimmer von Planten un Blomen geworden.

Eine Auszeichnung Landschafts- und Stadtentwicklung erhält der "Waller Sand" in Bremen (A 24 Landschaft Landschaftsarchitektur). Die Parkanlage vermochte es, Hochwasserschutz in lebenswerte Räume für die Stadtbevölkerung zu verwandeln. Zentraler Anziehungspunkt des Parks ist ein großflächiger Strand, der sich zwischen Stadt- und Wasserkante aufspannt. Klare bauliche Elemente, lange Sitzbänke und einfache Holzbohlenwege fügen sich in die ortsspezifischen Dimensionen ein und ergänzen so das vorhandene Landschaftsbild.

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Auszeichnung Pflanzenverwendung: Planten und Blomen, Dag-Hammarskjöld-Platz in Hamburg, POLA Landschaftsarchitekten. Foto: Hanns Joosten

Hafenumfeld schafft neue Flanierfläche

Die Auszeichnung Landschaftsarchitektur im Detail geht an die Gestaltung des Hafenumfelds von Bad Karlshafen (GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt). Der zentrale Platz im nordhessischen Bad Karlshafen hat ein neues Gesicht bekommen. Die umliegenden Freianlagen wurden im historischen Kontext saniert, neue Möglichkeiten zum Aufenthalt und Flanieren, für Gastronomie und Veranstaltungen geschaffen. Es wurden 41 dachförmig gezogene Linden gepflanzt, was den barocken Charakter komplettiert und für eine Verschattung der Plätze sorgt. Eine Auszeichnung für grün-blaue Infrastruktur erhält die Gartenschau Eppingen 2022 (Planorama Landschaftsarchitektur), ein zentrumsnaher, zeitgemäßer Park, der sich durch eine hohe Gestaltungs- und Nutzungsvielfalt für alle Altersklassen auszeichnet. Durch eine geschickte Verbindung zersiedelter Flächen wurde ein durchgängig grünes Parkband entlang der Altstadt gestaltet, das sich immer wieder zum renaturierten Bachbett der Elsenz aufweitet. Der neugestaltete Freiraum wird durch historische Bezüge akzentuiert die Anforderungen an Klima und Nachhaltigkeit werden in das Konzept integriert. cm/BDLA

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