Bundestag will Garten- und Landschaftsbau stärken

Die Parlamentarier plädieren für ein eigenständiges Förderprogramm Stadtgrün, neue Stadtentwicklungskonzepte sowie mehr Forschung. Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Der Deutsche Bundestag setzt sich für eine Stärkung des Gartenbaus in Deutschland ein. Insbesondere der Garten- und Landschaftsbau solle unterstützt werden, weil die ökonomischen und klimatischen Herausforderungen groß seien, hieß es in der vorangegangen Beratung des Landwirtschaftsausschusses. Der Antrag war von der Großen Koalition im Parlament eingebracht worden.

Auf der Basis des Grünbuchs "Grün in der Stadt" soll der Prozess zur Entwicklung eines Weißbuchs "Stadtgrün" fortgeführt werden. Zudem sei über ein eigenständiges Förderprogramm Stadtgrün zu diskutieren, das die Pflege und Ausstattung von Grünanlagen der Kommunen unterstützt. Das Stadtgrün sei auch mit Förderprogrammen wie der Nationalen Klimaschutzinitiative sowie mit integrierten Stadtentwicklungskonzepten und Quartiersbezug zu stärken. Der Bundestagsbeschluss sieht außerdem vor, Forschungsprojekte zu offenen Fragen des "Grüns in der Stadt" zu starten. Sie sollen aktuelles Fachwissen zur Schaffung, Erhalt, Finanzierung und Vernetzung von Grünflächen, einschließlich Dach- und Fassadenbegrünung, zur Bodenentsiegelung, Brachflächenrevitalisierung sowie der sozialen Funktion von Stadtgrün zur Verfügung zu stellen. Auch um Modellvorhaben zur Erprobung möglicher Lösungsansätzen soll es in der Forschung gehen. Wissenschaft und Wirtschaft sollen dabei in einen Dialog treten.

"Der heute verabschiedete Antrag zum Gartenbausektor ist ein wichtiges Signal für unsere Branche und unterstreicht die wachsende Bedeutung des Garten- und Landschaftsbaus für die Gesellschaft", sagte August Forster, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Besonders bei den Themen Klimawandel und grüne Stadtentwicklung könne seine Branche wichtige Impulse liefern. Ähnlich äußerte sich der Zentralverband Gartenbau. ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer erwartet vom Bundeslandwirtschaftsministerium nun konkrete Forschungsprogramme und -projekte.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 05/2017 .

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