Pflanztipps für klimaresiliente Stadtgärten

Prof. Dr. Kühn empfiehlt Pflanzen der "Trockenen Freifläche"

Klimaresilienz Forschung und Bildung
Prof. Dr. Norbert Kühn von der TU Berlin rät Privatgartenbesitzern, angesichts des Klimawandels vermehrt trockenheitsresistente Baumarten wie Felsenbirne und Manna-Esche zu pflanzen. Stauden der „Trockenen Freifläche“ seien für klimaresiliente Gärten ebenfalls geeignet. Foto: Christian Kielmann

Dabei wird klar: Die nichtöffentlichen Grünflächen sind für ein besseres Mikroklima ebenso wichtig wie öffentliche Parkanlagen. Der Grund: Privatgärten werden auch bei trockenen Phasen gewässert, wodurch die Pflanzen verdunsten können und so eine gewisse Kühlung erzeugen. Das, so Kühn, sei bei städtischen Parks anders: Dort gehe die Verdunstung von Bäumen und Rasenflächen bei fehlender Bodenfeuchte zurück.

Auch wenn (zusätzliches) Wässern in Privatgärten immer eine Option ist, gilt für die Planung eines klimaresilienten Gartens der gleiche Grundsatz wie für den öffentlichen Raum: Unerlässlich sind Gehölze, die mit Trockenheit gut zurechtkommen.

Hier empfiehlt Kühn Bäume aus dem submediterranen Bereich wie Felsenbirne, Manna-Esche, Elsbeere oder Goldregen. Zudem seien auch kleinere Baumarten wie Hopfenbuche, Burgen-Ahorn und italienischer Ahorn gut geeignet. Und – für viele Privatgartenbesitzer vermutlich doppelt erfreulich – Obstbäume seien auch relativ hitzetolerant.

Mit Blick auf hitzetolerante Stauden hat Kühn einen praktischen Tipp. Er sagt, dass man bei guten Gärtnereien Angaben zu deren geeigneten Lebensbereichen findet. Pflanzen der sogenannten "Trockenen Freifläche" funktionieren besonders gut bei Hitze und Trockenheit, so der Wissenschaftler weiter.

Stauden, die grau sind, also eine stark behaarte Oberfläche besitzen, seien meist auch besonders hitzetolerant. Das gleiche gelte für Pflanzen mit ätherischen Ölen wie Lavendel, Oregano, Salbei und Thymian, die meist auch eine sehr tiefe Wurzel haben.

Wenn Pflanzen aus mediterranen Gegenden, aus der Prärie oder aus der Steppe kommen, dann habe man gute Chancen, dass sie auch hitze- und trockenheitsverträglich sind, so Kühn.

Am schwierigsten seien Standorte zu bepflanzen, die schattig und trocken sind, weil das gleich zwei Stressfaktoren für die Pflanzen seien. Aber auch dafür gebe es Lösungen. Kühn empfiehlt, in solchen Fällen auf Sauergräser der Gattungen Luzula oder Carex zurückzugreifen. hb

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